Preisträgerin Hannah Hirsch

Hannah Hirsch Preisträgerin auf Vorschlag von Prof. Dr. Frank Hilker

Wenn die Populationsgröße bestimmter Tier- oder Pflanzenarten zu gering ist,
dann kann es zu sogenannten »Allee-Effekten« kommen: Das Aussterberisiko
steigt, da es beispielsweise schwieriger ist, Paarungspartner zu finden oder sich
gemeinsam vor Fressfeinden zu verteidigen. Wie Allee-Effekte durch Ausbeutung
beschleunigt, durch ein ökologisch orientiertes Verhalten jedoch auch abgemildert
werden können, hat Hannah Hirsch von der Universität Osnabrück in einem
mathematischen Modell untersucht. Hirsch, die 1999 in Leverkusen geboren
wurde, absolvierte zunächst ihren Bachelor in Mathematik in Göttingen, ehe sie
2023 für ihren Master nach Osnabrück wechselte. »Ich habe während meines
Studiums den Wunsch entwickelt, meine Begeisterung für Mathematik mit
Anwendungsbezügen zur Natur zu verbinden«, sagt die Wissenschaftlerin. An
ihren Master of Science mit dem Schwerpunkt Umweltmodellierung schloss sie
daher noch eine Promotion im Fachgebiet Angewandte Systemwissenschaft an.
»Aktuell untersuche ich die Verbreitung von Pflanzenkrankheiten unter besonderer
Berücksichtigung von Koinfektion, also das gleichzeitige Vorhandensein von zwei
oder mehr verschiedenen Krankheitserregern«, sagt die 26-Jährige. Auch nach ihrer
Promotion würde sie gerne im Bereich Umweltmodellierung arbeiten.

Die Auszeichnung erhielt Hannah Hirsch für ihre Masterarbeit »The Coupled Dynamics of Harvesting Behaviour and Resource Growth with Allee Effect: Mathematical Modelling of a Social-Ecological System« im Studiengang Umweltsysteme und Ressourcenmanagement (Master auf Science).